Freitag, 23. Oktober 2020

 

Kreisumweltbereitschaft übte bei Oxxynova in Steyerberg

Steyerberg (AW): Als sich am Donnerstagabend der 2. und 3. Zug der Kreisfeuerwehrbereitschaft Umwelt, der ABC-Zug und ein Rettungswagen der Johanniter Unfallhilfe aus Landesbergen an ihren Sammelplätzen zum Übungsdienst zusammenfanden, wusste niemand was die Einheiten auf dem Gelände des Chemiebetriebes Oxxynova erwartete.

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Oliver Werfelmann, stellv. Zugführer des 2. Zuges, hat sich ein Szenario einfallen lassen, das alle Kräfte beschäftigen sollte. Bei Umpumparbeiten von einem Kesselwagon in einen Tanklastwagen platze der Umfüllschlauch. Es wurde angenommen, das größere Mengen Methanol auslaufen würden. Methanol ist ein Alkohol, der giftig beim Verschlucken, Einatmen und Hautkontakt ist. Der Flammpunkt liegt unter 23°C. Die Werkfeuerwehr Oxxynova versuchte den Austritt einzudämmen. Dabei brachen 2 Feuerwehrleute im Gefahrenbereich zusammen. Sie wurden von lebensechten Puppen dargestellt.

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Der Werkbrandmeister Günther Müller forderte sofort die Einheiten an, die an ihren Sammelplätzen warteten. Der zuerst eintreffende 3. Zug, unter der Führung von Holger Winkler, begann gleich damit, die Personen zu retten und sie zu dekontaminieren. Sie wurden anschließend umgehend an den Rettungsdienst der Johanniter Unfallhilfe übergeben. Im Anschluss wurde versucht den Methanolaustritt zu stoppen und das auslaufende Medium aufzufangen, bzw. in Auffangbehälter umzupumpen.

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Zwischenzeitlich trafen auch der ABC-Zug und der 2. Zug der Kreisumweltbereitschaft ein. Der ABC-Zug begann mit verschiedenen Messungen und baute eine Dekontaminationstelle auf. Die Kräfte des 2. Zuges schäumten den Bereich großflächig ein, um eine Entzündung des ausgelaufenen Methanols zu verhindern. Des Weiteren wurde der 3. Zug bei den Umpumparbeiten unterstützt. Vor Ort macht sich auch der Bereitschaftsführer der Kreisfeuerwehrbereitschaft Umwelt, Thomas Cornelsen, ein Bild von der Übung.

Nachdem die Lage von den 74 Einsatzkräften abgearbeitet worden ist, traf man sich noch in der Kantine des Werkes, wo Kaltgetränke gereicht wurden. Bei der abschließenden Übungskritik wurde wieder festgestellt, dass die Zusammenarbeit aller Einheiten wieder sehr gut geklappt hat. Ein großes „Dankeschön“ wurde an die Firma Oxxynova ausgesprochen, da es nicht selbstverständlich ist, solche Übungen auf Werkgeländen durchzuführen.

Text und Fotos: Andreas Winkler, Feuerwehr Nienburg (Presse-Team)

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