Kreisbereitschaftsübung
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eingesetzte Kräfte
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Fahrzeugaufgebot
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Einsatzbericht
Etwas unruhig für die Bevölkerung kündigte sich das Wochenende in Hannoversch Ströhen und Umgebung an. Mit 128 Einsatzkräften und 40 Fahrzeugen war am Freitag die Feuerwehr-Kreisbereitschaft zu einer zweitätigen Übung in die benachbarte Gemeinde Wagenfeld im Landkreis Diepholz ausgerückt.
Wagenfelds Gemeindebrandmeister Erhard Cording hatte sich zusammen mit dem Ortskommando Hannoversch Ströhen einiges einfallen lassen, damit es den Männern und Frauen nicht langweilig wurde. Dazu gehörten die Menschenrettung und die Suche nach vermissten Personen ebenso wie die Brandbekämpfung, Wasserförderung über lange Wegstrecken, technische Hilfeleistung, Ölschadenbekämpfung und das Verlegen einer Ölsperre auf der Großen Aue.
Nach dem Sammeln in Warmsen ließ Bereitschaftsführer Heinrich Gehrking (Warmsen) die Übung mit einer Marschausbildung beginnen. Mit dem Eintreffen in Ströhen ereigneten sich dort - so die Fiktion - verschiedene Unfälle, die Kreisbereitschaft teilte sich in ihre vier Züge auf. Im Ortsteil Wagenfeld wütete in der Nähe der Jägerhütte ein Waldbrand, zwei verletzte Personen mussten aus einer Kellergrube in dem unwegsamen Gelände gerettet werden. Im Bereich der Bundesstraße 214 in Wehrbleck war zeitgleich ein Bus umgestürzt, es gab keine Verletzten, das Fahrzeug musste allerdings gesichert und wieder aufgerichtet werden. Weitere Kräfte kümmerten sich derweil um auslaufendes Heizöl an der Aue in Butzendorf. Mit Bordmitteln wurde ein weiterer Ölaustritt durch Abdichten der Leckage verhindert, auf der Aue sorgte eine Ölsperre dafür, das eine Ausbreitung des Ölfilms nicht erfolgte.
Mit Übungsende wurde auf dem Sportplatz in Ströhen ein provisorisches Lager aufgeschlagen und der Verpflegungszug aus Wietzen versorgte die Frauen und Männer mit einer Stärkung. Nach einer kurzen Nacht war für 8:30 Uhr wieder die Einsatzbereitschaft herzustellen.
Durch die Explosion eines Bundeswehr-Munitionstransports waren mehrer Straßen in Ströhen nicht mehr befahrbar und zum militärischen Sperrbezirk erklärt worden. Durch die große Druckwelle und herumfliegende Splitter war auch der Betrieb Take am Erlenweg betroffen. Wohn- und Nebengebäude standen in Flammen, diese drohten auf Werkstatt und Lager über zu greifen . Ferner wurden mindestens acht Arbeiter vermisst.
Mit Hilfe der Tanklöschfahrzeuge wurde umgehend die Brandbekämpfung aufgenommen und sieben Trupps unter schwerem Atemschutz nahmen die Suche nach den vermissten Personen auf. Besondere Gefahren gingen dabei von den eingelagerten Druckgasflaschen, Kraftstoffen, Fetten, Ölen und Reinigungsmitteln in den betroffenen Räumlichkeiten aus.
Die geretteten Personen wurden an das mitfahrende Sanitätspersonal der Johanniter Unfallhilfe (JUH) und des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) vor Ort zur weiteren Versorgung übergeben. Weitere Kräfte waren mit der Heranführung des erforderlichen Löschwassers beschäftigt, zu der eigens eine 1200 Meter lange Schlauchleitung von der Großen Aue verlegt werden musste.
"Es hat gut geklappt", äußerte sich Gehrking in einer ersten "Manöverkritik" zum Übungsverlauf, verbunden mit einem Dank für gute Zusammenarbeit über viele Jahre. Gehrking stand der Kreisbereitschaft letztmalig als Einsatzleiter vor, die nächste Übung wird Gerd Bremermann (Diepenau) als neuer Kreisbereitschaftsleiter leiten. "Auf euch kann man sich verlassen", freute sich Kreisbrandmeister Hans-Jürgen Blecke über die gute Ausbildung, die hohe Motivation und die Einsatzbereitschaft der Einsatzkräfte, auch im 30. Jahr des Bestehens der Kreisbereitschaft.
Quelle: Die Harke vom 20. September 2005, Seite 25
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