Sonntag, 04. Oktober 2026

 

Trafobrand


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Einsatzort Details

Umspannwerk Landesbergen
Datum 28.09.2006
Alarmierungszeit 18:15 Uhr
Alarmierungsart DME
eingesetzte Kräfte

Feuerwehr Leeseringen
  • TLF 8/18
  • TSF
Feuerwehr Estorf
    Feuerwehr Landesbergen
      Feuerwehr Leese
        Fahrzeugaufgebot   TLF 8/18  TSF
        Brandeinsatz

        Einsatzbericht

        Donnerstagabend 18:15 Uhr heulten die Sirenen in Landesbergen, Leese, Estrorf und Leeseringen. Meldung der Leitstelle: "Trafobrand im Umspannwerk Hahnenberg, zwei verletzte Eon-Mitarbeiter, Rettungsdienst läuft." Die älteren Feuerwehrkameraden dachten bei diesem Einsatzbefehl sofort an den großen Trafobrand im Jahr 1982 - Gott sei Dank handelte es sich diesmal nur um eine Übung.

        Damals kämpften viele Ortswehren mehr als zwei Tage gegen den Brand von 100 Tonnen Trafoöl. Dioxin war damals gerade erst als Gefahr erkannt worden, und die Feuerwehren hatten Mühe, damit umzugehen. Diese Gefahr besteht bei modernen Umspannwerken nicht mehr. Aber in Hannover gibt es noch PCB-haltige Stadttrafos.

        Die Rettung der Verletzten gestaltete sich für Einsatzleiter Wolfgang Schöning und die eingesetzten Atemschutztrupps sehr schwierig. Ein Eon-Mitarbeiter lag in einem tiefen Schacht, ein zweiter hing ohnmächtig in acht Metern Höhe an einem Sicherheitsgurt. Aber ohne das Zeichen der Eon-Fachleute durfte trotz der Hilfeschreie niemand in Aktion treten, bevor nicht die 380000 Volt der Leitungen abgeschaltet und geerdet worden waren. Die Bergung aus dem Schacht gelang den Landesbergern zügig. Die Höhenrettung mussten sie, um die Verletzten zu schonen, mit viel Geduld und Geschick sehr vorsichtig vornehmen. Die Rettungsassistenten der Johanniter kümmerten sich mit ihren beiden RTW fachgerecht um die Versorgung. Für viele Feuerwehrleute war neu, dass man Menschen, die lange in einem Gurt gehangen haben, nicht liegend lagern darf. Das in die Beine gesackte Blut muss sich erst im Sitzen wieder richtig in den Kreislauf einsortieren.

        Zur selben Zeit bekämpften die Tanklöschfahrzeuge einen Flächenbrand. Leese und Leesringen waren für die Wasserversorgung zuständig, Estorf baute an der Weser eine Wasserentnahmestelle auf.

        Ortsbrandsmeister Schöning, unterstützt durch die örtliche Einsatzleitung der Samtgemeinde mit dem Husumer Einsatzleitwagen, war mit der Leistung der 53 Feuerwehrleute hochzufrieden. Auch die Eon-Fachleute waren von dem schnellen und professionellen Arbeiten beeindruckt. Bei der Abschlussbesprechung am Landesberger Gerätehausgaben die Eon-Fachleute nochmals Anweisungen, wie mit Hochspannung und 100 Tonnen brennendem Trafoöl im Ernstfall umzugehen ist. Den abschließenden Umtrunk hatten alle nach der harten Arbeit verdient.

        Quelle: Die Harke vom 2. Oktober 2006

         

        sonstige Informationen

        Einsatzbilder

         

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