Feuer in Industriebetrieb
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Einsatzbericht
Über 250 Löschkräfte bekommen stundenlang Feuer nicht unter Kontrolle - Messtrupps aus mehreren Landkreisen im Einsatz
Während Deutschland im Viertelfinale gegen Argentinien mitfieberte, kämpften weit über 250 freiwillige Löschkräfte gegen ein Feuerinferno im Landkreis Nienburg. Gegen 18 Uhr war in einer Kunststofffirma in Estorf nahe Landesbergen an der Weser ein Feuer ausgebrochen. Eine tiefschwarze Rauchwolke zog über den Abendhimmel und war selbst aus 40 Kilometern Entfernung sichtbar. Die Leitstelle löste Großalarm aus. Doch die Mannschaften hatten kaum eine Chance gegen den Großbrand. Das 50x70 Meter große Fabrikgebäude stürzte bereits innerhalb der ersten Stunde in sich zusammen.
Bedingt durch die brennenden Kunststoffteile aus der Fabrikation wurden giftige Dämpfe freigesetzt. Die Feuerwehr setzte mehrere Messtrupps ein, die im Umkreis der Firma einen erhöhten Salzsäuregehalt in der Luft feststellten. Da der Rauch durch den Wind sehr weit getragen wurde, mussten am Abend auch die Feuerwehren aus dem Landkreis Diepholz alarmiert werden, um auch dort die Schadstoffkonzentrationen festzustellen. Anwohner wurden über Rundfunk gewarnt und gebeten, Türen und Fenster zu schließen.
Die Polizei riegelte die Umgebung der Brandstelle weiträumig ab. Da die Löschmannschaften kaum an die Brandherde in den Trümmern vordringen konnten, wurden Bagger eingesetzt, um die zerschmolzenen Wände der Halle auseinander zu ziehen. Die Löscharbeiten werden noch die ganze Nacht andauern. Der Schaden wird in die Millionen gehen. Die Polizei wird erst zum Abschluss der Löscharbeiten die genauen Ermittlungen aufnehmen können. Angaben über mögliche Verletzte gibt es zur Stunde nicht.
Quelle: www.nonstopnews.de, News-Nr.: 3820
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