Samstag, 03. Oktober 2026

 

Waldbrand


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Einsatzort Details

Truppenübungsplatz Langendamm
Datum 21.06.2008
Alarmierungszeit 13:08 Uhr
Alarmierungsart DME + Sirene
eingesetzte Kräfte

Feuerwehr Leeseringen
  • TLF 8/18
Feuerwehr Husum
    Feuerwehr Nienburg
      Feuerwehr Langendamm
        Feuerwehr Erichshagen
          Feuerwehr Holtorf
            Feuerwehr Linsburg
              Fahrzeugaufgebot   TLF 8/18
              Alarmübung

              Einsatzbericht

              Großübung von Feuerwehr und Rettungsdiensten

              Über 900 Einsatzkräfte aus den Kreisen Gütersloh, Lippe und Nienburg

              Nienburg. Ein Busunfall mit mehreren Verletzten wird der Rettungsleitstelle in Nienburg am Sonnabend gegen 13.08 Uhr gemeldet. Auf der gut ausgebauten Durchgangsstraße auf dem Standortübungsplatz ist der Reisebus in Folge nicht angepasster Geschwindigkeit von der Fahrbahn abgekommen, gegen einen Betonpolder geschleudert und dann mit einem PKW zusammen geprallt. Die Dienst habenden Disponenten erkennen die Lage richtig und lösen sofort Alarm nach dem MANV I – Konzept (Massenanfall von Verletzten) aus. Dazu gehört auch der Abrollbe-hälter Rüst/Rett der mit Personal aus den Feuerwehren der Samtgemeinden Marklohe und Steyerberg besetzt ist.  Die Ortsfeuerwehr Langendamm erreicht als erste die Einsatzstelle auf dem Standortübungsplatz in Langendamm. Die ersten Einsatzkräfte fordern sofort Verstärkung an. Da die Kräfte des Sanitätsdienstes zu großen Teilen gebunden sind, sich aber Einheiten aus den Kreisen Lippe und Gütersloh zu einer Ausbildungsveranstaltung in Estorf aufhalten, werden diese um Unterstützung gebeten. Die nachrückenden Einsatzkräfte der Feuerwehren  und des Rettungsdienstes aus Nienburg und Gütersloh/Lippe erleben ein Schadensszenario von großem Ausmaß. In dem umgestürzten Reisebus befinden sich eine Reihe von schwer verletzten Personen. Einige Fahrgäste konnten sich aus dem Bus befreien und rennen unter Schock durch die Gegend. Die Verletzten stöhnen und schreien um Hilfe. Die Einsatzkräfte betreuen und versorgen die Verletzten und richten zunächst eine Patientenablage am Waldrand ein. Derweil wird vom Roten Kreuz ein Behandlungsplatz aufgebaut. Mit Krankentragen werden die Patienten von Feuerwehrleuten dem Sanitätsdienst übergeben. In den aufblasbaren Zelten kümmern sich Notärzte um die Verletzten. Immer wieder werden Rettungswagen und Hilfspersonal nachgefordert. Die traurige Bilanz lautet fünf Tote, elf Schwerverletzte und zehn Personen mit mittelschweren Verletzungen. Als leicht verletzt werden 19 Personen registriert.

              Von den umherirrenden und teils unter Schock stehenden Personen werden achtlos Zigarettenkippen weg geschmissen, die einen Waldbrand auslösen. Durch den starken Wind treibt das Feuer ins Unterholz des Kiefernholzbestandes. Da die Tanklöschfahrzeuge der Ortswehren Erichshagen/Wölpe, Holtorf, Husum, Leeseringen, und Linsburg das Feuer nicht unter Kontrolle bekommen, wird zur Unterstützung der Verband 4 der Bezirksreserve Detmold, der ebenfalls im Landkreis Nienburg zur Ausbildung ist angefordert.  Aus einem Teich beim Kindergarten Langendamm wird eine Wasserversorgung aufgebaut. Dazu werden zwei B – Leitungen über 2 Kilometer zum Schadensgebiet verlegt. Mittlerweile bedrohte das Feuer auch einige Übungshäuser der Bundeswehr.   

              An dieser Großübung waren insgesamt über 900 Einsatzkräfte von Feuerwehr, DRK, Polizei und anderen Rettungsorganisationen beteiligt. Die Verletzten wurden sehr realitätsnah vom Malteser Rettungsdienst gestellt und geschminkt. Nach Übungsende bezogen die Einsatzkräfte wieder ihr Lager im Estorfer Scheunenviertel. Die Übung wurde von zahlreichen Gästen und Beobachtern aus den Kreisen Gütersloh, Lippe – Detmold und Nienburg  verfolgt.

              ext : Uwe Schiebe, Kreispressewart Nienburg - Nord

              Fotos: Uwe Schiebe & Martin Möhring

               

              sonstige Informationen

              Einsatzbilder

               

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