Montag, 30. Januar 2023

 

Evakuierung nach Bombenfund


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Einsatzort Details

Brakenhof
Datum 21.12.2022
Alarmierungszeit 14:58 Uhr
Alarmierungsart DME
eingesetzte Kräfte

Feuerwehr Leeseringen
  • TLF 8/18
  • TSF
  • MTF
Feuerwehr Estorf
    Feuerwehr Landesbergen
      Feuerwehr Husum
        ELO SG Mittelweser
          Technische Einsatzleitung Landkreis Nienburg (TEL)
            Rettungsdienst
              Polizei
                Fahrzeugaufgebot   TLF 8/18  TSF  MTF
                Technische Hilfeleistung

                Einsatzbericht

                Fliegerbombe in Leeseringen gefunden

                Bodensondierungen brachten 500kg-Bombe zu Tage.

                Leeseringen (MH). Am Mittwochmittag wurde bei Bodensondierungsarbeiten eine 500kg-Fliegerbombe aus amerikanischen Beständen nahe einem Industriebetrieb gefunden. Diese wurde, so die Vermutung, bei einem Bombenangriff auf das Tanklager „Schäferhof“ im 2. Weltkrieg abgeworfen und zündete nicht.

                Die Sondierungsarbeiten waren nötig, da im Bereich des Industriebetriebes Baumaßnahmen stattfinden sollen. Gleich die erste zu untersuchende Stelle brachte die Fliegerbombe zum Vorschein. Die Spezialfirma aus dem Bereich Pinneberg informierte umgehend die Polizei sowie den Kampfmittelbeseitigungsdienst des Land Niedersachsen.

                Nach einer Begutachtung vom Spezialisten wurde klar, dass in einem Radius von 1.000 Meter um die Fundstelle, alles evakuiert werden musste. Hierzu wurden die Feuerwehren Leeseringen, Estorf, Landesbergen, Husum und die Einsatzleitung Ort der Samtgemeinde Mittelweser alarmiert. Parallel hierzu rückten die Technische Einsatzleitung des Landkreises sowie die Schnelleinsatzgruppe der Johanniter-Unfall-Hilfe nach Leeseringen aus.

                Zusammen mit dem Kampfmittelräumdienst und der Polizei wurden die Evakuierungsmaßnahmen besprochen und zur Umsetzung gebracht. Die Bewohner der Straße Nienburger Bruch, sowie die Personen aus den umliegenden Betrieben mussten den Sperrbereich bis 17:30 Uhr verlassen haben. Hierzu nahmen die alarmierten Feuerwehren den Kontakt mit den betroffenen Personen auf und informierte über die Evakuierung. Als Notunterkunft wurde die Grundschule Landesbergen zur Verfügung gestellt, die durch die JUH betreut wurde. Neben der Evakuierung der Wohnhäuser wurde die Bahnstrecke Nienburg-Minden, die Schifffahrt auf der Weser, die Bundesstraße 215 sowie der Luftraum im Fundbereich gesperrt.

                Bereits 17:25 Uhr konnte die Rückmeldung gegeben werden, dass der Evakuierungsbereich frei sei und mit der Entschärfung begonnen werden könne. Hierzu wurde die, in ca. 2 Meter tiefe liegende Bombe, weiter ausgegraben und der Aufschlagzünder entfernt. Punkt 18 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden. Die Bombe war entschärft und alle eingeleiteten Maßnahmen konnten heruntergefahren werden.

                Der Leiter des Kampfmittelräumdienstes vor Ort zeigte sich zufrieden. „Wäre es ein chemischer Zünder gewesen, hätten wir sofort beim Fund großräumige Sperrungen einleiten müssen und die Entschärfung wäre heikler geworden.“

                Falls eine Entschärfung nicht hätte stattfinden können, lag bereits ein Ersatzplan bereit. Hierzu wäre die Bombe weiter auf das Feld transportiert worden, um sie dort kontrolliert zu sprengen.

                Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr, Mitarbeiter der Samtgemeinde, Polizei und Rettungsdienst im Einsatz.

                Text & Foto(s): Marc Henkel, Pressesprecher der Kreisfeuerwehren Nienburg/Weser

                 

                sonstige Informationen

                Einsatzbilder

                 

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